PATRICKY VONNE:Abschied von der Schule, 2013

Abschied von der Schule – Auf nach Krabi

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Tag 136: Aufbruchsstimmung

Nach einem entspannten Sonntagmorgen fangen wir langsam an unsere Sachen zusammen zu packen. Uns hat es die Freiwilligenarbeit und das Leben hier so gut gefallen, dass wir tatsächlich über eine Verlängerung nachgedacht haben, aber unser Zeitplan und die bereits gebuchten Flüge lassen das leider nicht zu. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt, neue Freunde gefunden, wurden in einer fremden Kultur integriert, konnten den Kindern etwas beibringen und haben sie zum Lachen gebracht. Wir hatten für drei Wochen wieder einen festen Wohnsitz und haben wie selbstverständlich auf dem Boden geschlafen und uns soweit wie möglich angepasst. Ich war regelmäßig laufen, wir haben gemeinsam gekocht und Ausflüge unternommen. Eine tolle Zeit, an die wir sicher noch oft denken werden.

Ein letztes Mal gemeinsam Karaoke

Ein letztes Mal gemeinsam Karaoke

Obwohl wir mit einigen der thailändischen Lehrer nicht viel sprechen konnten, haben diese uns jeden Mittag wie selbstverständlich mit leckeren thailändischen Gerichten versorgt. Morgen Mittag werden wir uns revanchieren und Mittagessen kochen. Um hierfür die benötigten Lebensmittel im Supermarkt zu besorgen, leihen wir uns dieses Mal einen Roller (nicht das Kinderfahrrad) von Teacher A. Am Abend gehen wir noch einmal zur Karaoke-Bar, essen vietnamesische Küche und singen gemeinsam. Als Abschiedssong singen wir „The final Countdown“ und irgendwie passt das ziemlich gut.

Tag 137: The final Countdown

Heute bereiten wir das Mittagessen zu

Heute bereiten wir das Mittagessen zu

Heute haben wir unseren letzten Unterrichtstag und mein üblicher „Lazy Monday“ wird noch um eine Stunde verlängert, da die sechsten Klassen heute im Zoo sind. Yvonne hat sich heute Vormittag frei genommen und so haben wir genügend Zeit die Wohnung fertig aufzuräumen und das Mittagessen vorzubereiten. Wir haben uns für Spaghetti Bolognese entschieden und somit werden fleißig Zwiebel und Knoblauch geschnitten.

Den thailändischen Lehrern schmecken die Spaghetti

Den thailändischen Lehrern schmecken die Spaghetti

Am Mittag haben wir dann mit 11 Lehrern (sogar die Co-Rektorin kommt) eine Rekordteilnahme und scheinbar schmecken allen unsere Spaghetti, denn alle Teller sind leer. Von den ersten Lehrern nehmen wir schon nach dem Essen Abschied, denn morgen sind die Englischklassen im Zoo und wir sehen uns heute zum letzten Mal. Obwohl wir nie viele Worte wechseln konnten, haben wir uns immer sehr wohl und willkommen gefühlt und das ist nicht selbstverständlich.

Der letzte Unterrichtstag

Der letzte Unterrichtstag

Am Nachmittag habe ich dann noch drei Unterrichtsstunden, die relativ glatt von der Bühne gehen, auch wenn ich nach der dritten Stunde eine leicht angeschlagene Stimme habe. Während der dritten Stunde besuchen wir den Direktor um unsere Zertifikate zu erhalten. Es gibt eine formelle Übergabe und der Direktor überreicht uns noch einen kleinen Buddha als Glücksbringer. Zurück in unserem Appartement müssen wir über das Zertifikat schmunzeln.

Die offizielle Übergabe der Zertifiakte

Die offizielle Übergabe der Zertifiakte

Die Stundenanzahl stimmt vorne und hinten nicht (es sei denn wir hätten 7 Tage die Woche jeweils mindestens 10 Stunden unterrichtet) und zudem gibt es Rechtschreibfehler (In meinem Zertifikat ist von „her“ die Rede). Wir nehmen es aber gelassen und Ian besucht uns am Nachmittag und kommentiert „Jetzt ist auf jeden Fall bewiesen, dass die Schule mehr Volunteers benötigt“, denn die Rechtschreibung und Grammatik lässt zu wünschen übrig. Auch über viele Kurzmitteilungen von Teacher A (Englischlehrerin) mussten wir ziemlich oft schmunzeln.

Wir gehen nochmal mit unseren Freunden essen

Wir gehen nochmal mit unseren Freunden essen

Am Abend gehen wir ein letztes Mal gemeinsam mit Ian und Jayson essen. Wir haben ein besonders Restaurant auserkoren und heute gibt es Barbecue „All-you-can-eat“. Wir haben eine riesige Auswahl an Fisch, Fleisch und Gemüse. Wir müssen ein bisschen aufpassen, denn im Restaurant gibt es die Regel „Wer sich mehr nimmt als er isst, muss doppelt zahlen“. Eine nette Idee, die auch in vielen deutschen Restaurants eine Menge Essen vor dem Abfall bewahren würde. Anfangs kommt der Grill zwar nicht richtig in Gang, aber nach mehrmaligem Nachfragen und mit neuer Kohle können wir dann letztendlich zu Ende grillen. Wir erzählen uns Anekdoten, lachen viel und albern ein wenig rum. In nur zwei Wochen sind wir zu richtigen Freunden geworden und als wir uns nach dem Essen verabschieden müssen, sagen wir „Bis zum nächsten Mal“ statt „Lebewohl“.

Nach dem Essen haben wir uns noch mit Teacher A verabredet, um mit ihr die letzten wichtigen Punkte in Bezug auf die Homepage zu besprechen und uns auch bei ihr zu verabschieden. Sie war in den letzten Tagen sehr beschäftig mit ihrer Abschlussarbeit, aber heute ignorieren wir die Uhr und gehen alles gemeinsam durch. Nachdem wir alle offiziellen Punkte besprochen haben, reden wir noch über unsere Zeit als Freiwillige an der Anubanwatsakaeo Schule und sie fragt uns nach unseren Empfindungen und Empfehlungen für das Freiwilligenprogramm und deren Betreuung. Es ist schön zu sehen, dass sie sich Gedanken zu einem Konzept macht und dadurch die Freiwilligenarbeit langfristig an der Schule verbessern möchte. Das ist genau der richtige Ansatz und glücklicherweise kommen die nächsten Freiwilligen bereits am Freitag an und können unsere Arbeit fortführen. Dank des Engagements der Organisation ICCVTT und den Lehrern bewegt sich hier richtig was. Auch die Homepage ist (weitestgehend) fertiggestellt und unterwww.voltuneerthailand-sakaeo.com zu finden.

Tag 138: Mit dem Bus quer durch Thailand

Wir verlassen unsere temporäre Heimat

Wir verlassen unsere temporäre Heimat

Heute steht ein langer Reisetag im Bus für uns an. Wir packen unsere letzten Sachen zusammen und ich drehe eine letzte Runde über den Schulhof. So schnell wie wir uns in der thailändischen Provinz eingelebt haben, so schnell ist es auch wieder vorüber und wir verlassen wehmütig unsere Unterkunft, in der wir uns so wohl gefüllt haben. Da unsere Freunde und die Lehrer aus dem Englischprogramm heute im Zoo sind, haben wir zumindest die große Abschiedsrunde hinter uns. Zwei der Vize-Direktorinnen holen uns ab und wir fahren gemeinsam zur Bushaltestelle. Nachdem sie sich vergewissert haben, dass wir auch den richtigen Bus nehmen, fahren sie wieder zurück und die Reise geht für uns alleine weiter. Was eine tolle Zeit!

Mit dem Bus durch Thailand

Mit dem Bus durch Thailand

Mit einem lokalen Bus fahren wir zunächst nach Bangkok, der Dreh- und Angelpunkt in Thailand. Die Stadt ist sehr sehenswert, aber da wir hier vor 3 Jahren schon einmal waren und gerade sehr viele (noch friedliche) Protestmärsche wegen der anstehenden Wahlen stattfinden, haben wir uns entschieden direkt weiterzureisen. Wir kommen ziemlich planmäßig an und müssen dann die Busstation wechseln. Ein Taxi soll nur 150 Baht kosten (ca. 3,50) und der einfachste und bequemste Weg (mit den großen Rucksäcken) sein. Am offiziellen Taxistand fragen wir nochmal nach und fahren los. Obwohl das „Southern Busterminal“ nur 20km entfernt ist, brauchen wir über 1,5 Stunden, was an der üblichen Rushhour liegt. Mittlerweile haben wir auch Hunger und hoffen, am Busterminal etwas zu bekommen.

Unsere Hoffnung, Restaurants am Busterminal zu finden, wird mehr als erfüllt. Das „Southern Busterminal“ in Bangkok ist riesig und gleicht mehr einem Flughafen als einer Busstation. Es gibt zahlreiche Restaurants und kleine Shops. Frisch gestärkt finden wir auch schnell unseren VIP-Bus, der zwar deutlich teurer als ein normaler Bus ist (25€ statt 10€), aber die richtige Wahl für eine zwölfstündige Nachtfahrt, denn die Sitze sind groß und bequem.